Nachhaltigkeits-Werkstatt

Das Praxisformat für Hamburgs nachhaltige Transformation.

Die Nachhaltigkeits-Werkstatt bringt Akteur:innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung zusammen, um gemeinsam Lösungen für Hamburgs nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten.

Wenn Klimaschutz auf den Bedarf an Wohnraum trifft, wirtschaftliche Entwicklung auf Flächenschutz oder soziale Gerechtigkeit auf knappe Ressourcen, entstehen Zielkonflikte – und genau hier setzt die Werkstatt an. Sie lädt alle Bürger:innen dazu ein, konkrete Zielkonflikte zu bearbeiten, die sich für die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele in Hamburg ergeben. So sollen Ideen (weiter)entwickelt werden, die zu einer Lösung und damit der nachhaltigen Entwicklung der Stadt Hamburg beitragen können.

Ihr habt eine Fragestellung, die ihr gemeinsam mit unterschiedlichen Akteur:innen bearbeiten möchtet? Dann könnt ihr euch mit einer eigenen Session für das Programm der Nachhaltigkeits-Werkstatt bewerben. Gesucht werden ko-kreative und partizipative Formate, in denen verschiedene Perspektiven zusammenkommen und konkrete Ideen und Lösungsansätze entwickelt werden.

Und so geht’s:

  • Ihr entwickelt eine Session zu einer konkreten Herausforderung oder einem Zielkonflikt der nachhaltigen Entwicklung in Hamburg.
  • Während des Bewerbungszeitraums reicht ihr euer Konzept über unser Online-Portal ein und gebt dort alle wichtigen Informationen zu eurem geplanten Format an.
  • Nach Ende der Bewerbungsphase werden alle eingereichten Konzepte durch die Teams der Stabsstelle Nachhaltigkeit der BUKEA sowie der Hamburg Sustainability Week gesichtet und für den Auswahlprozess aufbereitet.
  • Eine Expert:innen-Jury mit unterschiedlichen Perspektiven aus der Hamburger Nachhaltigkeitsszene wählt die Workshop-Sessions für das Programm der nächsten Nachhaltigkeits-Werkstatt aus.
  • Sobald das Programm feststeht, können sich Interessierte für die einzelnen Sessions anmelden. Die Workshops sind für alle Bürger:innen zugänglich.

Wann der Bewerbungszeitraum für 2027 beginnt, welche Anforderungen eure Session erfüllen sollte und was ihr bei der Einreichung beachten müsst, erfahrt ihr in Kürze auf dieser Seite.

Bei Fragen zur Nachhaltigkeits-Werkstatt oder zum Bewerbungsprozess erreicht ihr das Team der Week per E-Mail unter week@sustainability-conference.org.

Programm Nachhaltigkeits-Werkstatt 2026

Wie läuft die Bewerbung ab?

Bis zum 28. Februar 2026 konntet ihr eure Format-Idee über unser Bewerbungsportal einreichen.

Anschließend haben die Teams der Week und der Stabsstelle Nachhaltigkeit der BUKEA alle Einreichungen gesichtet und für die Expert:innen-Jury aufbereitet. Am 18. März hat die fachkundige Jury, die sich aus verschiedenen Akteur:innen aus der Hamburger Nachhaltigkeitsszene zusammensetzt, alle Bewerbungen gesichtet und zehn Sessions für die Werkstatt ausgewählt.

Alle Bewerber:innen erhalten bis Ende März eine Rückmeldung mit einer Zu- oder Absage.

Ab dem 4. Mai 2026 wird das Programm für die Nachhaltigkeits-Werkstatt online einsehbar und die Anmeldung als Teilnehmer:in möglich sein.

 

Wer kann sich für ein Werkstatt-Format bewerben?

Die Nachhaltigkeits-Werkstatt steht grundsätzlich allen offen. Mitmachen können Akteur:innen aus der Hamburger Wirtschaft, Wissenschaft, NGOs oder Vereinen, Kultur, Politik und Verwaltung.

Wichtig ist, dass die Bewerbenden sich als Ko-Kreationspartner:innen bewerben, also mindestens zwei Akteur:innen sektorübergreifend zusammenarbeiten. Ein Unternehmen bewirbt sich zum Beispiel gemeinsam mit einem Verein, eine Kulturinstitution zusammen mit einer Behörde.

Warum?
So entstehen bereits in
der Konzeptionsphase neue Impulse und Netzwerke.
 

Was bedeutet Ko-Kreation?

Ko-Kreation bedeutet, im Rahmen der Nachhaltigkeits-Werkstatt ein Format gemeinsam mit verschiedenen Partner:innen zu gestalten, um neue Perspektiven gleichgewichtig einzubinden, aktive Beteiligung verschiedener Sektoren zu gewährleisten und neue Ideen und Lösungskonzepte zu erarbeiten.

Deshalb bewerben sich Akteur:innen aus der Hamburger Wirtschaft, Wissenschaft, NGOs, Vereinen, aus Kultur, Politik oder Verwaltung als Ko-Kreationspartner:innen – so zum Beispiel ein Unternehmen gemeinsam mit einem Verein, eine Kulturinstitution zusammen mit einer Behörde. So entstehen bereits in der Einreichungs- und Konzeptionsphase neue Impulse und Netzwerke. 

Welche Formate kann ich einreichen?

Einreichbar sind Konzepte, die einen Zielkonflikt zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt Hamburg behandeln. Die Bewerber:innen sind dazu aufgefordert, eine konkrete Frage für ihr Format zu formulieren, die einem der folgenden drei Spannungsfelder zuzuordnen ist. Diese Spannungsfelder ergeben sich aus den drei „Tortenböden“ des sog. Wedding-Cake Modells der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung:
Biosphäre, Gesellschaft und Wirtschaft.
Mit Biosphäre sind die natürlichen Lebensgrundlagen wie Klima, Umwelt und Ressourcen gemeint. Die gesellschaftliche Ebene umfasst Themen wie soziale Gerechtigkeit, Teilhabe und Zusammenhalt. Die wirtschaftliche Ebene bezieht sich auf Wertschöpfung, Arbeit und Wohlstand. Die Einordnung in die Spannungsfelder soll dazu anregen, diese Zusammenhänge bewusst zu berücksichtigen und das eigene Session-Konzept zu schärfen.
 

Wir freuen uns besonders über Konzepte, die explizit junge Menschen und/oder marginalisierte Gruppen (z.B. aufgrund von Geschlecht, Alter, Herkunft/Identität, Gesundheit/Fähigkeit oder sozioökonomischem Status) einbeziehen und ansprechen.
Außerdem begrüßen wir Formate, die eine Frage mit Bezug zum Thema
Klimaschutz oder Klimafolgenanpassung behandeln.  

Wer entscheidet über das Programm der Nachhaltigkeits-Werkstatt?

Eine unabhängige Jury entscheidet Mitte März über die Zusammensetzung des Programms. Die Jury wird mit Expert:innen besetzt, die verschiedene Perspektiven auf das Thema Nachhaltigkeit mitbringen. Hier soll die Lebensrealität marginalisierter Mitglieder unserer Gesellschaft ebenso vertreten sein wie die Perspektive der Jugend und der Wirtschaft. Dies gewährleistet einen kritischen Blick auf die eingereichten Konzepte und trägt zu einem vielfältigen Programm in der Nachhaltigkeits-Werkstatt bei, das alle Dimensionen des Wedding-Cake Modells (siehe unten) sowie möglichst viele der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele abdecken soll.  

Die Jurysitzung hat am 18. März 2026 in der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft in Präsenz stattgefunden. Die Jury wird außerdem bei der öffentlichen Präsentation im Anschluss an die Werkstatt am Mittwoch, den 1. Juli 2026 anwesend sein und die Ergebnispräsentationen mitbewerten.

Mehr über die Expert:innen Jury erfahrt ihr auf unserer Webseite.

Was ist das Wedding-Cake Modell der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung?

Das Wedding-Cake Modell soll veranschaulichen, wie die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) auf den drei Ebenen Biosphäre, Gesellschaft und Wirtschaft aufbauen und miteinander verbunden sind.

Maßnahmen zur Umsetzung der SDGs wirken daher oft über mehrere Ebenen hinweg und können sowohl Synergien als auch Zielkonflikte erzeugen. Diese sollen konzeptionelle Grundlage für die Formate der Nachhaltigkeits-Werkstatt sein.

Eine tiefergehende wissenschaftliche Erläuterung des Modells findet ihr auf der Website der Universität Hamburgs. 

Welche Beispiele für Zielkonflikte gibt es?

Mit Bezug auf das Wedding-Cake Modell der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (siehe oben) können Zielkonflikte zwischen den folgenden Bereichen beispielhaft genannt werden: 

Biosphäre & Gesellschaft

Der Klimawandel bedroht unsere natürlichen Lebensgrundlagen: Der Grundwasserspiegel nimmt ab, Böden trocknen aus, Wälder schrumpfen und Insekten und Tiere verlieren mehr und mehr an Lebensraum. All diese Bereiche gehören zur Biosphäre, also dem Teil der Erde, in dem Menschen, Tiere und Pflanzen leben. Gleichzeitig steigt der Bedarf nach u. a. Wohnraum, Mobilität, Arbeit oder Teilhabe an Kultur. Jede neue Wohnung, jede Straße, jedes Gewerbegebiet bringt zusätzlichen Ressourcenverbrauch, höheren Energiebedarf oder mehr versiegelte Flächen mit sich. Klimaschutzmaßnahmen wie begrünte Quartiere, neue Baustandards oder autofreie Zonen können gleichzeitig zu höheren Mieten führen.
In einer wachsenden Stadt wie Hamburg entsteht hier ein spürbares Spannungsfeld für den demokratischen Diskurs und verschiedenste Herausforderungen bei der Abwägung zwischen unterschiedlichen Nachhaltigkeitszielen.  

Biosphäre & Wirtschaft  

Unsere Wirtschaft ist auf Wachstum ausgelegt und auf Produktion und Mobilität angewiesen. Unternehmen benötigen Flächen, Energie, Rohstoffe und gut ausgebaute Infrastruktur. Jede neue Produktionsstätte, jedes Logistikzentrum und jeder zusätzliche Transportweg verbraucht zusätzliche Ressourcen und erzeugt zusätzliche Emissionen, häufig durch die Inanspruchnahme bislang unbebauter Flächen. Zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen entsteht ein deutliches Spannungsfeld. In Hamburg, wo die Wirtschaftskraft von Hafen, Industrie, Logistik und Forschung abhängt, stellt sich die Frage: Wie kann es gelingen, den Wohlstand der Stadt zu sichern und gleichzeitig die planetaren Grenzen einzuhalten? 

Wirtschaft & Gesellschaft  

Eine leistungsfähige Wirtschaft ist zentral für das Wohlergehen unserer Gesellschaft: Sie schafft Arbeitsplätze, finanziert öffentliche Leistungen und ermöglicht soziale Teilhabe. Hamburger Unternehmen und Forschungseinrichtungen treiben Innovationen voran, sichern Einkommen und stärken den Standort im nationalen und internationalen Wettbewerb. Gleichzeitig stehen wirtschaftliche Prinzipien und Ziele nicht immer im Einklang mit unseren gesellschaftlichen Bedürfnissen. Die Kosten von Wohnraum, Mobilität und Lebensmittel steigen und soziale Ungleichheiten nehmen zu. Hamburg steht dabei vor der Herausforderung, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit und gleichzeitig soziale Standards und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern.
Wie gelingt es, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Stärke und gesellschaftlicher Lebensqualität herzustellen?  
 

Weiterer Zielkonflikt: Vorschlag der Bewerber:innen

Der Zielkonflikt, den ihr bearbeiten wollt, passt nicht in eines der oben vorgestellten Spannungsfelder? Dann habt ihr im Bewerbungsportal die Möglichkeit, euren Zielkonflikt anzugeben und könnt die entsprechenden SDGs und den Bezug zur Stadt Hamburg nennen. 

Was ist der Unterschied zwischen einem Public Event und einer Session in der Nachhaltigkeits-Werkstatt?

Public Events sind von euch selbst organisierte Veranstaltungen im Zeitraum der Hamburg Sustainability Week, zwischen dem 26. Juni bis 3. Juli 2026. Sie werden im Veranstaltungskalender aufgenommen und vom Team der Week kommunikativ begleitet, z. B. über Social Media oder durch Vernetzungsmöglichkeiten. 

Detaillierte Infos und den Link zur Einreichungsmaske für Public Events findet ihr hier.  

Die Nachhaltigkeits-Werkstatt ist auf die gemeinsame, ko-kreative Entwicklung konkreter Ideen und Lösungsansätze ausgerichtet. Ziel ist es, über Information und Austausch hinauszugehen und praxisnahe Ergebnisse zu erarbeiten, die einen konkreten Nachhaltigkeits-Zielkonflikt adressieren. Räume und Materialien werden für die Nachhaltigkeits-Werkstatt am 1. Juli 2026 in der Handelskammer Hamburg von der Hamburg Sustainability Week bereitgestellt, die gemeinsam mit der BUKEA die Nachhaltigkeits-Werkstatt initiiert und veranstaltet. 

Die Nachhaltigkeits-Werkstatt ist eine für alle Interessierten öffentlich zugängliche Veranstaltung, die man kostenfrei nach vorheriger Anmeldung für die einzelnen Sessions besuchen kann.  

 

Welche Personen sind mit "marginalisierten Gruppen” gemeint?

Marginalisierte Gruppen sind Menschen, die aufgrund sozialer, wirtschaftlicher oder struktureller Faktoren benachteiligt werden und dadurch weniger Zugang zu Ressourcen, Mitbestimmung und Sichtbarkeit haben, z. B. Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung, Alleinerziehende oder einkommensarme Personen. 

Wie kann ich zur Barrierefreiheit meines Formats beitragen?

Die Räumlichkeiten der Handelskammer Hamburg sind für mobilitätseingeschränkte Personen barrierefrei.  

Die Angaben zur Barrierefreiheit, die wir in der Bewerbungsmaske bei euch abfragen, beziehen sich daher vielmehr auf den Workshop selbst, z. B. darauf, ob ihr Gebärdensprachdolmetscher:innen, Untertitel, leichte Sprache oder weitere Maßnahmen zur größeren Barrierefreiheit plant, umzusetzen.

Wir begrüßen es ausdrücklich, wenn sich Veranstaltende aktiv um entsprechende barrierearme Angebote bemühen und unterstützen gerne bei Ideen und Fragen.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Rückfragen habe?

Bei Rückfragen zur Nachhaltigkeits-Werkstatt oder dem Bewerbungsprozess helfen wir euch gern.
Ihr erreicht uns unter
week@sustainability-conference.org 

Welche Formen der Unterstützung gibt es für mich?

Inhaltlich und organisatorisch gibt es zu allen Zeitpunkten des Prozesses Unterstützung und Beratung durch das Team der Hamburg Sustainability Week und der BUKEA. Für den Fall einer eingeplanten Moderationsleistung kann im Nachgang zur Veranstaltung eine Aufwandsentschädigung in Höhe von max. € 700,-- brutto  in Rechnung gestellt werden.