Fernwärme als kritische Infrastruktur – Effizienzgewinn oder Risiko für Gesellschaft und Sicherheit?
Die Wärmewende gilt als zentraler Baustein für klimaneutrale Städte. Derzeit baut Hamburg seine Fernwärme massiv aus, um eine nachhaltige Wärmeversorgung sicherzustellen. Große Fernwärmenetze versprechen Effizienz, Planbarkeit und die Nutzung erneuerbarer und industrieller Abwärme im großen Maßstab. Könnten jedoch neue Abhängigkeiten und Verwundbarkeiten entstehen – finanziell, technisch, gesellschaftlich und politisch?
Hier möchten wir unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen. Im Zentrum stehen nicht fertige Antworten, sondern die offenen strategischen Fragen der Energiewende. Diskutiert werden u. a. folgende Fragen: - Sind zentrale Wärmenetze anfälliger für Sabotage? - Wie sind Effizienz, soziale Steuerbarkeit und militärische Verwundbarkeit gegeneinander abzuwägen? - Wer entscheidet über solche Infrastruktur – und wie transparent und demokratisch sind diese Entscheidungen? - Welche Auswirkungen haben steigende Wärmekosten auf soziale Ungleichheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt? I
m Gespräch: Prof. Dr. Hans Schäfers CC4E, HAW Hamburg Melanie Nerlich Sprecherin für Energiepolitik, GRÜNE Hamburg Jesse Brunkhorst Teamleitung Energiemanagement der Uni Hamburg Prof. Dr. Simon Güntner CC4E, HAW Hamburg Professor für Sozialwissenschaften/ Sozialpolitik Daha Yeo Students for Future Hamburg Initiatorin der Dialogreihe future dialogues
Fotocredits: future dialogues, Green Office der Universität Hamburg