Wir setzen genau dort an, wo Inklusion meist scheitert: bei Barrieren im Kopf.
Ziel ist es, diese sichtbar zu machen und ein echtes Miteinander zu ermöglichen – nicht durch Erklärung, sondern durch Erfahrung. Im Zentrum steht Reverse Inclusion: Alle Teilnehmenden sitzen im Rollstuhl. Damit entstehen neue Gesprächssituationen auf Augenhöhe – unabhängig davon, wer behindert ist und wer nicht. Im Rollstuhlparcours werden einfache Alltagssituationen durchlaufen: Türen öffnen, Schwellen überwinden, enge Wege navigieren oder kleine Aufgaben lösen wie „einen Kaffee an den Tisch bringen“. Es geht dabei nicht um die Schwierigkeit der Aufgabe, sondern darum, was im Kopf passiert: Unsicherheit, vorschnelles Helfen, Zuschreibungen oder Rückzug.
Der Parcours wird stündlich angeboten (Start zur vollen Stunde), Dauer jeweils ca. 30–45 Minuten.
Jede Einheit besteht aus Einführung, eigenem Erleben und einer anschließenden Reflexion im Gespräch. Hier wird sichtbar, wie wir einander begegnen – und wie sich diese Begegnung verändert, wenn wir anfangen zuzuhören statt zu bewerten.
Die Veranstaltung richtet sich an die breite Öffentlichkeit, insbesondere an Menschen ohne Berührungspunkte sowie an Multiplikator:innen. Inhaltlich zahlt das Format auf SDG 10, SDG 11 und SDG 16 ein. Diese stehen im Einklang: Nachhaltige Gesellschaft entsteht dort, wo Menschen sich begegnen und Denkmuster sich verändern. Wir machen soziale Nachhaltigkeit konkret erfahrbar.
Fotocredits: Alles in Ordnung gUG