Deutschland muss klimaneutral werden – doch wer zahlt dafür? Und wie lässt sich die Transformation so gestalten, dass sie sozial gerecht ist, zugleich aber auch wirtschaftlich tragfähig bleibt?
Unzumutbare soziale Härten im Zuge der (deutschen) Klimawende zu vermeiden, ist eine entscheidende Voraussetzung für ihren Erfolg. Zugleich hat sich die Diskussion gerade hier als politisch äußerst kontrovers erwiesen. Nach wie vor fehlt ein realistischer, (für alle) bezahlbarer Minderungspfad, dessen Vorgaben insbesondere nicht die CO2-Reduktionsziele selbst infrage stellen.
Am 30. Juni möchten wir daher mit vier Expert:innen aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen darüber diskutieren, wie eine sozialgerechte Dekarbonisierung tatsächlich gelingen kann. Einerseits mit Blick auf Fragen der sozial-ökologischen Transformation im Allgemeinen. Und insoweit um die Frage, ob Klimaneutralität und gesamtwirtschaftliches Wachstumsparadigma überhaupt vereinbar sind. Andererseits sollen gerade auch die konkreten Rahmenbedingungen des deutschen Transformationsprozesses beleuchtet werden: Das heißt, etwa die - technische und rechtliche - Realisierbarkeit verschiedener Lösungsansätze oder die Möglichkeiten jedes:jeder Einzelnen, tätig zu werden.
Es diskutieren der Wachstumskritiker Prof. Dr. Niko Paech (tätig als außerplanmäßiger Professor an der Universität Siegen im Bereich der Pluralen Ökonomik) und Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick (Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts sowie Professor an der Schumpeter School of Business and Economics der Bergischen Universität Wuppertal). Außerdem Prof. Dr. Anita Engels (Professorin für Soziologie, insbesondere Globalisierung, Umwelt und Gesellschaft, an der Universität Hamburg) und Prof. Dr. Michael Fehling (Professor an der Bucerius Law School Hamburg und Inhaber des dortigen Lehrstuhls für Öffentliches Recht mit Rechtsvergleichung).
Im Anschluss an die Diskussion besteht Gelegenheit für Fragen aus dem Publikum.
Eine (kostenfreie) Anmeldung ist erforderlich.
Gastgeber sind die Bucerius Law School Hamburg mit dem Center for Interdisciplinary Research on Energy, Climate and Sustainability (CECS) in Kooperation mit der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS.
Fotocredits: Bucerius Law School Hamburg