Der Verlust der Natur ist längst nicht mehr nur ein Umweltproblem. Er wird zunehmend zu einem wirtschaftlichen Risiko. Alle Unternehmen sind direkt oder indirekt auf funktionierende Ökosysteme angewiesen – etwa auf sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Bestäubung, stabile Wälder oder gesunde Meere. Wenn diese Ökosystemleistungen geschädigt werden, stört das Lieferketten, führt zu Kostensteigerungen und setzt ganze Wirtschaftsbereiche unter Druck.
Gleichzeitig bekommt das Thema Natur in Politik, Regulierung und Unternehmen noch nicht die Aufmerksamkeit, die es angesichts der wachsenden Risiken verdient. Dabei sind Natur- und Klimakrise eng miteinander verbunden: Der Klimawandel beschleunigt den Verlust der Natur, und geschädigte Ökosysteme machen es schwerer, die Klimakrise zu bewältigen.
Unternehmen und Regierungen stehen deshalb vor der Aufgabe, Natur nicht länger als Nebenthema zu behandeln, sondern als Grundlage wirtschaftlicher Stabilität. Wer frühzeitig in widerstandsfähige Geschäftsmodelle und den Schutz natürlicher Ressourcen investiert, kann Risiken verringern und langfristige Chancen schaffen.
Diese Sitzung fragt, wie Politik, Finanzwirtschaft, Unternehmen und Zivilgesellschaft gemeinsam Rahmenbedingungen schaffen können, die Natur schützen und gleichzeitig wirtschaftliche Resilienz stärken. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir von einzelnen freiwilligen Maßnahmen zu klaren Regeln, wirksamen Anreizen und breiter Umsetzung kommen.
Auf dem Podium:
Katharina Beck (MdB der Grünen), Dr. Sonja Stuchtey (Landbanking Group), Dr. Katja Kirchstein (WWF Deutschland), Jörg Eigendorf (Deutsche Bank), moderiert von Dr. Frauke Fischer (Biodiversitätsexpertin).
Diese Veranstaltung ist Teil des Zukunftsgarten Rathausmarkt im Rahmen der Hamburg Sustainability Conference und Week.
Fotocredit: Hamburg Sustainability Week